
Tag 5 - Mittwoch, 24.03.2010
Piep Piep Piep. Wecker klingelt, kurzer Blick aus dem Fenster: Bämm! Sonnenschein und keine Wolke am Himmel. Kaiserwetter again in Les Deux Alpes. Das schrie mal wieder nach einem Hammer Contesttag, um genau zu sein: Slopestyle und Halfpipe standen auf dem Programm.
Oben auf dem Berg angekommen, bestätigte sich alles zuvor erträumte: perfekt geshapter Park und eine Super-Pipe warten darauf, gerockt zu werden. Gesagt, getan ... Los ging's mit den Qualiläufen im Slopestyle, sowohl für die Freeskier als auch für die Snowboarder. Der Ansage des Headjudges Toby Hammer kein „Spin2Win Battle" zu veranstalten, wurde folge geleistet und so wurden schon in der Quali Double Shifftys und beinahe haushohe BS Einer aus der Trickkiste gezaubert...
Einzig und allein die Freeski-Granate Tobi Deckert von der FH Ingolstadt konnte sich damit wohl nicht ganz anfreunden und zimmerte direkt am ersten Hit einen Double Backflip in die Landung, den er aber leider nicht sauber stehen konnte und seine Skier erstmal wieder einsammeln musste, denn diese hatten sich schon Richtung Ziel selbständig gemacht... Für eine Menge offener Münder hat diese Aktion auf jeden Fall gesorgt und wie im Folgenden zu lesen sein wird, hat die Sache ja vielleicht auch noch ein Happy End genommen.
Getopt wurde diese Harakiri-Aktion jedoch noch durch unser aller Lieblings DJ Mister Chris Stock himself, denn dieser hatte es sich wohl zur Aufgabe gemacht unsere Fotofrau Lena Alger abzuschießen. Sein BS Dreier to Headbonk hätte ihm beinahe den Besttrick gebracht und der guten Lena eine ganze Menge Kopfschmerzen bereitet. Doch „et hät noch immer jot jejange" und so verfehlte der Herr Stock sein Opfer um wenige Millimeter und die gute Lena ist nochmal mit einem guten Schrecken davon gekommen.
Vorweg gegriffen sei zu sagen, dass sich Nicolai Dietermann auch durch diese Aktion den Besttrick der Snowboarder nicht hat nehmen lassen, denn er stellte seinen BS Rodeo 5 an der Corner sauber hin und hatte somit allen Grund später auf der Hüttenparty gebührend Gas zu geben. Bleiben wir beim Besttrick und gratulieren Tobi Deckert zu seinem super smoothen, in Slowmotion gedrehten Superman Frontflip mit dem er der restlichen Konkurrenz keine Chance ließ und den Sack in der Freeski-Wertung zu machte.
Zurück zum eigentlichen Contest: die in der Qualifikation schon recht hoch angesetzte Messlatte, konnte in den Finals sowohl bei den Freeskiern als auch bei den Snowboardern nochmal höher gelegt werden. Auch die Mädels, die bis dato noch pausiert und die Sonne genossen hatten, stiegen nun mit ins Geschehen ein. Allen voran Mademoiselle Rajcsanyi, die mit ihren hohen, stylischen Airs und sauber gestickten Spins auch einigen Jungs das Fürchten gelehrt hat und so heimste sie sich, wie auch schon gestern im Boarder-X, den ersten Platz auf dem Treppchen, oder in unserem Falle der Apfelsinenkiste, vor Susanne Huth aus Frankfurt und Annette Busbach aus Innsbruck bzw. Köln ein.
Bleiben wir bei den Damen der Schöpfung und wechseln auf zwei Bretter, wo mindestens ein Dreier oder Einer pro Run auf der Tagesordnung standen und auch die Box ganz gut gerockt wurde. An dieser Stelle einen lieben Gruß an unseren Moderator, dessen Namen jetzt hier nicht erwähnt wird: Bei den Freeskiern gibt es keinen Boardslide! Weder to fakie noch sonst irgendwie, die haben zwei Latten an den Füßen und auch der 180 to fakie ist so von der Begrifflichkeit nicht ganz korrekt ;) !!!
Den schönsten Run legte hier Jule Seifert von der WG Freiburg hin und sicherte sich verdient den ersten Platz vor der Konkurrenz aus Kiel und Köln in Form von Carina Dierck und Astrid Blomenkamp.
Switchen wir rüber zu den Herren, wo ebenfalls noch die Hochschulmeister in beiden Kategorien gesucht wurden. Mister Tobi Deckert, für den die Worte Safety Run oder Safety First extra aus dem Duden gestrichen wurden, ballerte mit Warp-Geschwindigkeit über die Kicker und ließ einen schönen Flip oder Spin dem anderen folgen. Unter anderem der oben schon erwähnte Superman Frontflip schaltete die Konkurrenz aus und so stand er am Ende vor Silvan Conle von der WG Aachen und Constantin Mayer von der WG Würzburg ganz oben auf dem Stockerl. Letzterer zeigte ganz Old-School, super stylische Nosegrabs wie aus dem Lehrbuch (Checkt mal die Fotogallery).
Von zwei Brettern zurück zu einem... hier wurde jetzt auch ein bisschen tiefer in die Trickkiste gegriffen und der ein oder andere Fünfer und Siebener wurde dem Publikum unter strahlend blauem Himmel präsentiert und der gute alte Backflip durfte natürlich auch nicht fehlen. Die Judges am meisten beeindruckt hat hier Monsieur Jakob Ludwig von der WG München, der vor seinen beiden Kontrahenten Nicolai Dietermann und Jakob Vidic aus Freiburg, den Sack zu machte und sich nun ein Jahr lang Deutsche Hochschulmeister nennen darf.
Aber wer denkt, das war schon alles an diesem Tag, der hat sich gewaltig geschnitten, denn es wartete noch die halbe Pfeife, die ihren Meister suchte. Nachdem sich die Herren Judges von ihrem Thron, dem Judgefelsen, am Fuße der Halfpipe unter Sonnenschirm und bei kaltem Redbull niedergelassen hatten, stand der fetten Action nichts mehr im Wege. Nach kurzer Trainingszeit jagte ein Air den nächsten und auch Spins sollten den zahlreichen sonnenbadenden Zuschauern nicht verwehrt bleiben. Allen voran wieder einmal Mademosielle Rajcsanyi, die das Tripel perfekt machte und laut Punktetafel auch alle Jungs in die Tasche gesteckt hätte. Einen großen Respekt an dieser Stelle nochmal an die gute Veronika, die sich jetzt ein Jahr lang Deutsche Hochschulmeisterin in Snowboard-Allem nennen darf. Den zweiten Platz sicherte sich Lea Schairer aus München und über den dritten Platz freute sich abermals Miss Annette Busbach aus Innsbruck/Köln, deren Strahlen im Gesicht sogar noch die Neonfarben ihres Overalls übertünchte.
Aber auch die Damen mit zwei Latten unter den Füßen schraubten sich hoch heraus und so sicherte sich Jule Seifert aus Freiburg den Titel in der Halfpipe vor der Konkurrenz aus dem Westen namens Lisa Thomann (WG Aachen) und Astrid Blomenkamp (WG Köln).
Bei den Herren Snowboard setze Florian Hinsberger den schönsten und saubersten Lauf in die halbe Röhre. Er wies die beiden Herren Michael Vosseler (Uni Tübingen) und Marian Musiol (WG Darmstadt) in die Schranken bzw auf Platz zwei und drei und darf sich von nun an mit dem Titel Deutscher Hochschulmeister in der Halfpipe schmücken und mit Stolz über den Campus seiner Uni in Freiburg stolzieren.
Ein Meister will noch gekürt werden und dann haben wir alle Titel vergeben und es kann rüber zu Panobar gefahren werden, um mit den Discodogs das ein oder andere Siegesbier zu heben.
Constantin „Tino" Mayer sicherte sich auf Skier zum dritten mal einen Platz auf dem Stockerl und durfte diesmal sogar von ganz oben der Menge zuwinken. Platz eins ging nach Würzburg! An dieser Stelle senden wir kurz die besten Genesungswünsche nach Würzburg, wo Tino gerade eine schwere Verletzung auskuriert die er sich in der Folgewoche zugezogen hat.
Die andere beiden Herren auf dem Treppchen sind ebenfalls alte Bekannte und scheinen sich da auf dem Stockerl echt wohl zu fühlen. Sandro Urban nahm Platz zwei mit nach Hause und Tobi Deckert heimste den Dritten ein.
Auch an alle hier nicht namentlich erwähnten Contestrider ein dickes Lob und vielen Dank für zwei super Wettkampftage bei tollem Wetter und fetten Tricks! Freuen uns schon auf 2011, wo wir die ersten Doublecorks erwarten oder endlich mal einen gestandenen Double Backflip vom Herrn Deckert.
Der kurzen „Flowerceremony" folgte eine ordentliche Hüttenparty zu fetten Beats der Discodogs mit Einladung auf die private Skullcandy & Discodogs Chaletparty.
Besagte Chaletparty kann an dieser Stelle leider nicht rekapituliert werden. Das liegt zum einen an dem Erinnerungsverlust des Schreiberteams und zum anderen am Deutschen Jugendschutzgesetz. Vage im Gedächtnis hängengebliebene Erinnerungsfetzen sind die folgenden: Einzigartiger Panoramablick über das Venosc Tal bei Nacht, viele nackte Menschen im Pool, Backflip vom Balkon, Burger auf dem Grill, nackte Menschen im Haus und in der Sauna, viel Alkohol (oder war der am Ende doch aufgebraucht?!?), französische Gendarmerie, Bassbox zum Trocknen in der Sauna, Mixer vom Balkon, Hans Meiser als Organisator der Party ... das bekommt doch kein Mensch in einen sinnvollen Zusammenhang...
Wer da war, weiß wovon die Rede ist und wer es nicht geschafft hat, derb kann sich schon mal auf das nächste Jahr freuen, denn es schreit förmlich nach einer Reunion. Denn wer möchte nicht sehen, wie der Frosch mit einem 4fachen Salto vom Chaletdach in den 1,50m tiefen Pool springt...